Get Adobe Flash player
dearcsenfritrutr

 Was passiert tatsächlich im Jobcenter?

Wann muss ich ins Jobcenter gehen? Wie ist dort der Ablauf? Welche Unterlagen muss ich mitbringen? Wann bekomme ich Geld? Wie läuft das Gespräch beim Vermittler? Muss ich da öfter hin?
Antworten auf diese und weitere Fragen liefern die nachstehenden Erklär-Videos, die bundesweit im Einsatz sind:

teil1      teil2    teil3


Unsere Vermittler und Fallmanager setzen -zusammen mit dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Jobcenter und Agentur für Arbeit- alles daran, Sie bestmöglich dabei zu unterstützen, Ihre Hilfebedürftigkeit zu beenden. Sie nutzen dabei alle auf den Arbeitsmarkt bezogenen Leistungen mit dem Ziel der Eingliederung in Arbeit. Nachstehend geben wir Ihnen einen Überblick über diese Leistungen.

Falls Sie nähere Informationen oder konkrete Unterstützung wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem für Sie zuständigen Vermittler/Fallmanager in Verbindung (vgl. Kontakte).

 

Förderung aus dem Vermittlungsbudget

Die Förderung aus dem Vermittlungsbudget soll die Anbahnung oder Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung unterstützen. In dem Zusammenhang können die für die berufliche Eingliederung notwendigen, angemessenen Kosten übernommen werden. Eine Förderung können grundsätzlich alle erwerbsfähigen Leistungsberechtigten erhalten.

Leistungsvoraussetzungen:

  • Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung.
  • Aufnahme einer betrieblichen oder schulischen Ausbildung.
  • Arbeitgeber erbringt keine gleichartigen Leistungen.
  • Andere öffentlich-rechtliche Stellen sind zur Erbringung gleichartiger Leistungen gesetzlich nicht verpflichtet.

Wichtiger Hinweis:
Die Förderung aus dem Vermittlungsbudget müssen Sie beim Jobcenter Cham  beantragen, bevor die Kosten entstehen.

Zum Seitenanfang

 

Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit - Einstiegsgeld

Erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die eine selbständige Tätigkeit mit hauptberuflichem Charakter aufnehmen, kann zur Überwindung der Hilfebedürftigkeit ein Einstiegsgeld gewährt werden, wenn dies zur Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt erforderlich ist. Das Einstiegsgeld kann auch erbracht werden, wenn die Hilfebedürftigkeit durch oder nach Aufnahme der Erwerbstätigkeit entfällt. Bei der Bemessung der Höhe des Einstiegsgeldes sollen die vorherige Dauer der Arbeitslosigkeit sowie die Größe der Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt werden. Das Einstiegsgeld wird für längstens 24 Monate bis zu einer maximalen Höhe der Regelleistung gezahlt.

Wichtige Hinweise:

Vor Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit legen Sie bitte dem Jobcenter eine aussagefähige Beschreibung Ihres Existenzgründungsvorhabens, einen Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan, eine Erlös- und Rentabilitätsvorschau sowie die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit des Gründungsvorhabens vor. Die Leistungen müssen beim Jobcenter vor Aufnahme der Erwerbstätigkeit beantragt werden. Auf die Leistungen besteht jedoch kein Rechtsanspruch.

Zum Seitenanfang

 

Leistungen zur Eingliederung von Selbstständigen

Bei der Aufnahme oder Ausübung einer selbständigen hauptberuflichen Tätigkeit können Darlehen und/oder Zuschüsse für die Beschaffung von Sachgütern gewährt werden, die für die Ausübung der selbständigen Tätigkeit notwendig und angemessen sind. Gefördert wird, wenn zu erwarten ist, dass die selbständige Tätigkeit wirtschaftlich tragfähig ist und die Hilfebedürftigkeit innerhalb eines angemessenen Zeitraumes dauerhaft überwunden oder verringert wird.

Gefördert werden:

  • Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die eine selbständige Tätigkeit aufnehmen oder eine bisher geringfügige zu einer hauptberuflichen, selbständigen Tätigkeit ausweiten wollen.
  • Selbständige, deren Einkünfte aus der selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit nicht für den eigenen Lebensunterhalt und für den der mit ihnen in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen ausreichen.

Wichtige Hinweise:

Die Leistungen müssen beim Jobcenter vor Aufnahme der Erwerbstätigkeit (selbständigen Tätigkeit) beantragt werden. Auf die Leistungen besteht jedoch kein Rechtsanspruch.

Vor der Gewährung von Darlehen und Zuschüssen durch das Jobcenter hat der Gründer/die Gründerin bzw. der/die Selbständige alle zumutbare Alternativen in Hinblick auf die Finanzierung der notwendigen Sachgüter nachvollziehbar auszuschöpfen (z.B. spezielle Bundes- und Landesprogramme, lokale Wirtschaftsförderung, Mikrokredite).

Zum Seitenanfang

 

Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung

Gefördert wird die Teilnahme an Maßnahmen, die Ihre berufliche Eingliederung unterstützen. Dazu gehören Maßnahmen, die z.B.

  • an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranführen,
  • der Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen dienen, wie z.B. Bewerbungstraining oder die Vermittlung beruflicher Kenntnisse,
  • der Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung dienen oder
  • an eine selbständige Tätigkeit heranführen.

Für die Vermittlung beruflicher Kenntnisse ist eine Dauer bis zu acht Wochen vorgesehen. Maßnahmen bei einem Arbeitgeber können bis zu sechs Wochen, in bestimmten Fällen bis zu zwölf Wochen, dauern. Während der Teilnahme an diesen Maßnahmen wird durch das Jobcenter Cham das Arbeitslosengeld II weitergezahlt. Darüber hinaus können die angemessenen und notwendigen Kosten, wie z.B. Fahrkosten, Kinderbetreuungskosten und Maßnahmenkosten übernommen werden.

Seit dem 01.04.2012 hat das Jobcenter Cham die Möglichkeit, dem Berechtigten bei Vorliegen der Voraussetzungen, einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein auszuhändigen. Dieser kann zeitlich befristet sowie regional beschränkt werden. Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein berechtigt zur Auswahl eines Trägers, der eine dem Maßnahmenziel und -inhalt zugelassene Maßnahme anbietet oder der eine ausschließlich erfolgsbezogen vergütete Arbeitsvermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung anbietet.

Die Vergütung richtet sich nach Art und Umfang der Maßnahme und kann aufwands- oder erfolgsbezogen gestaltet sein; eine Pauschalierung ist zulässig.

Bei einer erfolgreichen Arbeitsvermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung durch einen Träger beträgt die Vergütung 2 000 Euro. Bei Langzeitarbeitslosen und behinderten Menschen kann die Vergütung auf eine Höhe von bis zu 2 500 Euro festgelegt werden. Die Vergütung wird in Höhe von 1000 Euro nach einer sechswöchigen und der Restbetrag nach einer sechsmonatigen Dauer des Beschäftigungsverhältnisses gezahlt.

Wichtiger Hinweis:

Die Leistungen müssen beim Jobcenter vor Aufnahme der Erwerbstätigkeit beantragt werden. Auf die Leistungen besteht jedoch kein Rechtsanspruch.

Zum Seitenanfang

 

Förderung der beruflichen Weiterbildung

Ist zu Ihrer beruflichen Eingliederung eine Weiterbildung erforderlich, um Arbeitslosigkeit zu beenden, zu vermeiden oder Sie zu einem bisher fehlenden Berufsabschluss zu führen, kann diese durch die Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden, wenn die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind:

Die angestrebte Maßnahme muss

  • vor Beginn für die Weiterbildungsförderung durch eine fachkundige Stelle zugelassen sein,
  • berufliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten erhalten, erweitern, der technischen Entwicklung anpassen oder einen beruflichen Abschluss vermitteln,
  • nach Dauer, Gestaltung des Lehrplans, Unterrichtsmethode, Ausbildung und Berufserfahrung des Leiters und der Lehrkräfte eine erfolgreiche berufliche Bildung erwarten lassen.

Sie können gefördert werden, wenn die Weiterbildung notwendig ist, um bei Ihnen vorliegende Qualifikationsdefizite zu beseitigen, die Ihre Vermittlungschancen wesentlich vermindern. Ziel ist es, dass Sie nach Abschluss der Weiterbildung mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden können.

Ebenso werden Sie durch Übernahme der Weiterbildungskosten zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses oder eines gleichwertigen Schulabschlusses gefördert, wenn Sie die Voraussetzungen für die Förderung der beruflichen Weiterbildung erfüllen und eine erfolgreiche Teilnahme an der Maßnahme erwartet werden kann. Diese Förderung wird stets in Verbindung mit einer beruflichen Weiterbildung durchgeführt. Zur Förderung wird Ihnen ein Bildungsgutschein ausgehändigt, der zeitlich befristet und auf ein bestimmtes Bildungsziel ausgerichtet ist. Diesen legen Sie bitte bei einem Bildungsträger, der dieses Bildungsziel anbietet, vor. Den Bildungsträger können Sie dabei selbst auswählen.

Informationen zu Bildungsträgern erhalten Sie in der Datenbank KURSNET, die Sie unter www.arbeitsagentur.de im Internet aufrufen können.

Zum Seitenanfang

 

Eingliederungszuschuss für Arbeitgeber

Auf der Rechtsgrundlage des SGB III können Arbeitgeber unter gewissen Voraussetzungen einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt als Ausgleich einer Minderleistung erhalten.

Die Förderhöhe und Förderdauer richten sich grundsätzlich nach dem Umfang der Minderleistung und nach den Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes. Eingliederungszuschüsse können bis zu 50 Prozent des Arbeitsentgeltes betragen und bis zu 12 Monaten gewährt werden. Für ältere, behinderte und schwerbehinderte Menschen gibt es erweiterte Fördermöglichkeiten.

Zum Seitenanfang

 

Ermessenslenkende Weisungen

Vermittlungsbudget § 44 SGB III

 

Die Förderung aus dem Vermittlungsbudget ist eine Ermessensleistung. Der Ausgleich der in der Person liegenden individuellen Handlungsbedarfe steht dabei im Vordergrund. Förderungen aus dem Vermittlungsbudget stehen deshalb in unmittelbarem Zusammenhang mit den Inhalten und Zielen einer Eingliederungsvereinbarung. 

 

Bewerbungskosten

  • nur nach Einzelnachweis, keine Pauschalerstattung
  • grundsätzlich maximal 260,-€ / Jahr, darüber hinaus nach Rücksprache mit der Teamleitung

Reisekosten zur Vorstellung

  • grundsätzlich VLC-Gutscheinverfahren (Verkehrsgemeinschaft Landkreis Cham)
  • ersatzweise Erstattung des Geldwertes der VLC-Fahrkarte
  • ggf. Spartickets der Bahn nutzen
  • wenn die Benutzung des ÖPNV nachweislich nicht zumutbar, 0,20€ pro gefahrenem Km
  • höchstens 130.-€ pro Vorstellungstermin

Ausrüstungsbeihilfe

  • vorrangige Verpflichtung z.B. des Arbeitgebers prüfen
  • Wert über 250.-€ Rücksprache mit Teamleitung

Doppelte Haushaltsführung/Auswärtige Unterbringung/Pendelkosten zur Arbeitsstelle

  • Rücksprache mit Teamleitung

Umzugskostenbeihilfe

  • Rücksprache mit Teamleitung

Förderung Kfz/Führerschein

  • Rücksprache mit Teamleitung

Unterstützung der Persönlichkeit

  • Rücksprache mit Teamleitung

Fahrtkosten bei Teilnahme an Maßnahmen nach § 45 SGB III

  • grundsätzlich VLC-Gutscheinverfahren
  • ersatzweise Erstattung des Geldwertes der VLC-Fahrkarte
  • ggf. Spartickets der Bahn nutzen

Förderung der beruflichen Weiterbildung nach § 81 SGB III

  • im Einzelfall nach Rücksprache mit der Teamleitung
  • Förderung nach den gesetzlichen Regelungen

Eingliederungszuschuss nach §§ 88 ff SGB II bzw. § 131 SGB III

  • im Einzelfall nach Rücksprache mit der Teamleitung

Förderung Selbständige nach § 16b und 16c SGB II

  • im Einzelfall nach Rücksprache mit der Teamleitung

Jede Förderung setzt eine vorherige Antragstellung voraus.
Bei der Entscheidung sind die Kriterien Notwendigkeit, Angemessenheit und Wirtschaftlichkeit zu beachten. Zur Sicherstellung der ganzjährigen Finanzierbarkeit und einer ausgewogenen Förderstruktur sind bestimmte Förderinstrumente in Anbetracht der begrentzten Fördermittel nur nach Rücksprache mit der Teamleitung möglich.

Zum Seitenanfang